Februar 2004

Aktuelles aus Lüneburg   

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"Wir machen (uns für) Frauen stark"

Ausstellungseröffnung "wo ist minerva - Wegbeschreibungen erfolgreicher Frauen"
am 23.02.2004 im Museum für das Fürstentum Lüneburg
Die Ausstellung "Wo ist minerva - Wegbeschreibungen erfolgreicher Frauen" will insbesondere auf "Frauen in der Wissenschaft und Forschung" aufmerksam machen. Prof. Dr. Christa Cremer-Renz, Präsidentin der FH Nordostniedersachsen eröffnete die Ausstellung am 23. Februar 2004 im Museum für das Fürstentum Lüneburg.
Es geht um Frauen und ihre Bedeutung in Geschichte und Gegenwart. Die Ausstellung präsentiert 13 Kurzporträts von Wissenschaftlerinnen, die in Niedersachsen tätig sind oder es waren.

Jede Frau hat ihren "eigenen Stellplatz" in der Ausstellung, die durch ihre interessante und vielschichtige Gestaltung wie z.B. durch Tafeln, Filme und Photos u.a., den Patriziersaal im Museum nicht wieder erkennen lassen.

Doch wer ist Minerva? - Minerva "ist die altindische Göttin der Wissenschaft und Weisheit des Handwerks und der Künste".
Blick in die Ausstellung
Blick in die Ausstellung
 
Prof. Dr. Christa Cremer-Renz, Präsidentin der FH Nordostniedersachsen
Prof. Dr. Christa Cremer-Renz, Präsidentin der FH Nordostniedersachsen
Frau Cremer-Renz, die selbst in der Ausstellung vorgestellt wird, geht davon aus, das alle hier dargestellten Frauen unterschiedliche Eigenschaften der Minerva haben. Die Frauen sind Freundinnen der Weisheit. Doch wie erlangt Frau eigentlich ihre Bildung? Die Porträts in der Ausstellung geben hierauf Antworten. Die Ausstellung verdeutlicht die Weg- und Unwegbarkeiten einer Frau, die sich entschlossen hat, in die Wissenschaft zu gehen.

Frau Cremer-Renz fordert politische Unterstützung für Förderprogramme für Frauen in der Wissenschaft. "Wenn wir in Niedersachsen nicht mehr Frauen in den Hochschulen haben, werden wir bald ausgestorben im Museum landen…"

Die Ausstellung soll Frauen Mut machen, ihren beruflichen Werdegang selbstbewusst zu verfolgen. Gleichzeitig soll sie auch eine Mahnung an Eltern und Lehrer sein.

"Wir machen (uns für) Frauen stark" ist ein Leitbild der Fachhochschule Nordostniedersachsen, das die Veranstalterinnen bewogen hat, die Ausstellung "wo ist minerva - Wegbeschreibungen erfolgreicher Frauen" zu präsentieren und ein Veranstaltungsprogramm in Kooperation mit dem Frauenpolitischen Forum Lüneburg, der kommunalen Frauenbeauftragten der Stadt Lüneburg und dem Frauen- und Gleichstellungsbüro der Universität Lüneburg anzubieten. Finanzielle Unterstützung erhielten die Frauen vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur.
 
Dr. Josef Lange, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur meinte bei der Ausstellungseröffnung, dass "Minerva auch heute noch lebendig ist, wie die Ausstellung zeigt".

Minerva war auch Göttin der Fruchtbarkeit und Kriegerin zugleich, was sehr widersprüchlich erscheint. Er empfindet die Wege der 13 Frauen als interessant, steinig und geheimnisvoll. Einige Persönlichkeiten erlangten ihre Führungsposition durch das Ergebnis von Programmen wie z.B. das zur Förderung von Professorinnen.

Dr. Josef Lange, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Dr. Josef Lange, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Die Ausstellung verdeutlicht, wie lang der Weg ist und wie viele Stationen durchlaufen wurden, um an eine Führungsstelle zu gelangen. Frau Cremer-Renz hat sich sehr für die Verbesserung der Situation von Frauen an den Hochschulen eingesetzt. Dr. Josef Lange geht es um die Menschenwürde und die Chancengerechtigkeit, die Männer und Frauen gleichermaßen Wege eröffnen sollte.
"Die Probleme unserer Gesellschaft stellen eine große Herausforderung dar, die Wissenschaft kann es sich nicht leisten, eine Hälfte nicht in Anspruch nehmen zu können." Es geht darum, die Rahmenbedingungen für Frauen in der Wissenschaft zu ändern, was Überzeugungskraft und einen langen Atem erfordert. Die FH NON setzt in ihrem Leitbild auf Studium, Lehre und Freude.
Ulrich Mädge, Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg
Ulrich Mädge, Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg
Beide Hochschulen in Lüneburg und das Ministerium für Wissenschaft und Kultur haben ein Ziel vor Augen: eingefahrene Wege zu verlassen und die Herausforderung anzunehmen. Grundlegend ist der mentale Wandel für die Förderung von Frauen an den Hochschulen.

Der Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg, Ulrich Mädge freute sich insbesondere über die Zusammenarbeit der Hochschulen mit dem Museum für das Fürstentum Lüneburg.

Im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Kultur und Wissenschaft sind 13 weibliche Biografien herausgearbeitet worden, die in der Männerwelt der Forschung und Technik ihre Frau stehen und standen. Die Kurzportäts sind Beispiele und Ansporn für den Nachwuchs.

Die Wissenschaft bleibt auch heute noch fast ausschließlich Männerdomäne. Diese Tatsache verankert sich im weiblichen Bewusstsein und beeinflusst den Berufswunsch von Frauen, die sich fragen müssen, ob sie die Anstrengungen auf sich nehmen wollen, sich in der Männerdomäne durchzusetzen.

OB Ulrich Mädge kritisierte, dass Forschung und Lehre immer noch unterbesetzt sind. Der Einstieg wird Frauen immer noch schwer gemacht.

Blick in die Ausstellung
Blick in die Ausstellung

Anne Dudek, Frauenbeauftragte der FH NON Lüneburg bedankte sich bei den Mitarbeitern des Museums, insbesondere bei Herrn Michael Hospowski für die unkomplizierte Kooperation. Es ist ein guter Weg neue Kooperationen zu beschreiten.
(hr - 24. Februar 2004)



Die Ausstellung ist vom 23. Februar bis 08. März 2004
im Museum für das Fürstentum Lüneburg

Wandrahmstr. 10, 21335 Lüneburg
zu sehen

Öffnungszeiten:
Di - Fr: 10.00 - 16.00 Uhr
Sa - So: 11.00 - 17.00 Uhr

Das Begleitprogramm zur Ausstellung




 
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