Am Ochsenmarkt 1
21335 Lüneburg

(direkt am Marktplatz)
Allg.Informationen
Heinrich Heine in Lüneburg
Geschichte des Hauses
Einrichtungen des Hauses
Heinrich Heine in Lüneburg

geb. am 13.12.1797 in Düsseldorf
gest. am 17.02.1856 in Paris

Am 21. Mai 1823 erreichte Heinrich Heine zum ersten Mal Lüneburg, um sich für einige Zeit in den Schoß der elterlichen Familie zurückzuziehen, die das zweite Stockwerk dieses Hauses bewohnte.

Nach einem vier Monate sich hinziehenden Verfahren war ihr am 2. Juli 1822 von der hannoverschen Regierung der vorläufige Aufenthalt in Lüneburg gestattet worden. Heines Vater kam als schwer an Epilepsie erkrankter Mann.

Heinrich-Heine
Heinrich - Heine

Er hatte in Düsseldorf eine Tuchwarenhandlung geführt, die inzwischen, um Schaden von der Familie abzuwenden, von seinen Brüdern liquidiert worden war. Der Hamburger Bankier Salomon Heine, Heinrich Heines "goldener Onkel", hatte es übernommen, für den Unterhalt der Familie einzustehen. Er brachte sie aus Düsseldorf in seine Nähe, zunächst nach Oldesloe, dann nach Lüneburg, wo der Vater sich in überschaubaren Verhältnissen vielleicht etwas erholen konnte.

Bis 1826 bewohnten sie das Heinrich Heine Haus, das dem jüdischen Bankier Ahrons, ab 1824 dem Buchhändler und Verleger Wahlstab gehörte. Als dann mit Maximilian auch das letzte der Geschwister des Dichters die Eltern verlassen hatte, zogen sie für zwei Jahre in eine kleinere Wohnung am Markt, bevor sie 1828 ganz nach Hamburg übersiedelten.

So war der fünfundzwanzigjährige Student mit wechselndem Wohnsitz an verschiedenen Studienorten l823 hier gewissermaßen zu Hause.(1)

Heinrich Heines Aufenthalte in Lüneburg: (2)
  • vom 21. Mai 1823 bis 4. oder 5. Juli 1823
  • vom 13. September 1823 bis 19. Januar 1824
  • von Mitte September 1825 bis 14. Oktober 1825
  • ca. vom 17. Oktober 1825 bis ca. 22. November 1825
  • vom 23. September 1826 bis 14. Januar 1827
  • um den 7. April 1827
  • vom 27. Oktober 1827 bis 30. Oktober 1827
  • ein "Besuch Anfang 1829 (oder während späterer Hamburger Aufenthalte bis 1831)"

    Literatur:
  • (1)Werner Preuß, "Das Heinrich Heine Haus in Lüneburg", S.11/12
  • (2)Werner Preuß, "Heinrich Heine und Lüneburg", S.83
    Die Chronologie folgt der Aufstellung in Joseph A. Kruses grundlegender Studie:
    Ein geistliches Jahr, Heinrich Heines Aufenthalte in Lüneburg, in
    Lüneburger Blätter, Heft 21/22, Lüneburg 1970/71, S. 24
Teil II

 
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