| September 2005
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Aktuelles aus Lüneburg |
21. Alte Handwerkerstraße in der Lüneburger Altstadt
am 03. und 04. September 2005 rund um St. Michaelis
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In die Zeit der Renaissance zurückversetzen lassen kann man sich bei einem Besuch der Alten Handwerkerstraße! Über 250 Mitwirkende in zeitgenössischen Kostümen zeigen im malerischen Stadtviertel rund
um die Michaeliskirche das Alltagsleben und die Handwerkskunst damaliger Zünfte und
Gewerke. Darüberhinaus bevölkern Bauern, Soldaten, Musikanten,
Bettler und spielende Kinder die alten Gassen.
Sa: 12.00 - 19.00 Uhr So: 11.00 - 18.00 Uhr Veranstalter: Arbeitskreis Lüneburger Altstadt
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Eine grosse Zeit der Städte, des Bürgertums und des in höchster Blüte stehenden Handwerks
war die Renaissance. In diese Zeit, etwa zwischen 1500 und 1550, wird der Besucher
Lüneburgs versetzt, wenn er anlässlich der ALTEN HANDWERKERSTRASSE in das
malerische Stadtviertel um die Michaeliskirche kommt. |
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Stadtknechte in Pluderhosen, mit Hellebarden bewaffnet, sorgen für Ordnung.
Vor den alten Häusern, viele davon schon restauriert, stehen in langen Reihen überdachte Holzstände, unter
ihrem Schutz arbeiten Handwerker, bieten Kaufleute ihre Waren an und sitzen Gäste vor
Trinkstuben. Ein grosser Teil der Zünfte und Gewerke, die es einst in Lüneburg gab, ist hier
vertreten: so u.a. Schmied, Hufschmied, Laternenmacher, Ziseleur, Steinmetz, Zimmermann,
Tischler, Weber, Färber, Blaudrucker, Papierschöpfer, Schuhmacher und Geigenbauer. |
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| Daneben gibt es einen Pottmarkt, auf dem verschiedene Erzeugnisse der Töpferzunft angeboten
werden. Auch Tiere, wie sie früher zum alltäglichen Strassenbild jeder Stadt gehörten, sind
dabei. Für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Besucher ist gesorgt: so sind z.B. Stände mit
Bratwürsten, Backwaren oder Obst vorhanden, und es werden Bier und Wein ausgeschenkt.
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DIE ALTE HANDWERKERSTRASSE ist weder Kunsthandwerkermarkt noch Altstadtfest,
vielmehr der Versuch, das Alltagsleben des 16. Jahrhunderts in den Strassen Lüneburgs
darzustellen. Es gibt kein Festprogramm. Das Handwerk soll im Mittelpunkt stehen. Wenn
irgendwo etwas Besonderes stattfindet - beispielsweise Gaukler oder Musikanten auftreten, ein
durchreisender Zahnbrecher tätig wird, jemand am Pranger steht, - so macht das ein Ausrufer
bekannt. |
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| Fast alle Teilnehmer üben ihre normale Berufstätigkeit aus. Über zweihundertfünfzig
Mitwirkende in zeitgenössischen Kostümen - neben Kaufleuten, Handwerkern und Bauern auch
z.B. Soldaten, Musikanten, Bettler und spielende Kinder - bevölkern die Strassen. Für die
historischen Kostüme sorgt eine eigene Nähgruppe, die aufgrund von Nachforschungen über die
Lüneburger Mode zur Zeit der Renaissance die alten Schnitte rekonstruiert hat. |
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| DIE ALTE HANDWERKERSTRASSE wird seit 1982 jährlich (seit 2001
alle zwei Jahre) vom Arbeitskreis Lüneburger Altstadt ausgerichtet. Dieser 1972 gegründete gemeinnützige Verein setzt sich für Stadtbildpflege und Denkmalschutz in Lüneburg ein. Er will mit dieser Veranstaltung auf die
Bedeutung des Handwerks bei der Gestaltung der alten Städte hinweisen und die Wichtigkeit
traditioneller handwerklicher Fertigkeiten auch für die heutige Zeit anschaulich machen.
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| Denn zur Erhaltung alter Baudenkmäler
und ihrer erneuten sinnvollen Nutzung werden Handwerker
gebraucht, die sich auf Altbaurestaurierung spezialisiert haben. |
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| So ist unsere ALTE
HANDWERKERSTRASSE unter anderem auch eine Art Messe. Hier kann der interessierte
Althausbesitzer die Fachleute und Produkte finden, die. er vielleicht schon lange gesucht hat.
Die bei dieser Veranstaltung gesammelten Eintrittsspenden, die Standgelder und sonstige Erlöse
ermöglichten es dem Verein, Restaurierungsvorhaben zu finanzieren - wie z.B. den Gipsofen am
Kalkberg, ein mittelalterliches Speichergebäude in der Altstadt und
vor allem in den letzten Jahren für die Restaurierung des Alten Krans am Hafen.
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